Finanzierungen und Förderungen

Finanzierungsmöglichkeiten,die auch für Erdgeschossbetriebe geeignet sind, sind lebenswichtig. Oft ist es für diese nicht leicht, Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Die bessere Integration der ethnischen/lokalen Wirtschaft als Nahversorger ist einer der Themenbereiche, die auch in Österreich zunehmend wichtig werden. Die Betriebe, die zur ethnischen Wirtschaft gehören, sollten besser an die bestehenden Beratungs- und Förderungsnetze angeschlossen sein. Diese Betriebe zeigen zum Teil einen hohen Beratungs- bzw. Modernisierungs- und Gestaltungsbedarf.

Um die Betriebe der ethnischen Wirtschaft an den lokalen Marktbedürfnissen zu orientieren und um Wege zum nötigen Know-how zu zeigen, sind folgende Maßnahmen nötig:

  • die gestalterische Verbesserung für die Geschäfte und die Umgebung,
  • leistbare Finanzierungs- bzw. Förderungsmöglichkeiten,
  • Orientierung über die nötigen Befähigungen, Bewilligungen und amtlichen Genehmigungen sowie rechtliche Beratung,
  • bautechnische und betriebswirtschaftliche Beratung, die an die Betriebsgrößen angepasst ist.

Die bestehenden Serviceeinrichtungen sind bei den UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund häufig nicht bekannt, sie werden nicht als Hilfestellung gesehen. Die Gespräche im Rahmen dieser Studie in den Schwerpunktgebieten Wiens wie Brunnen- und Stuwerviertel in Wien, die mehrheitlich ethnische Wirtschaftsbetriebe in der Erdgeschosszone beherbergen, zeigten, dass viele Betriebe die aktuellen Angebote nicht kennen.  In den letzten Jahren startete die Stadt eine Reihe von Initiativen zur Aktivierung der ethnischen Unternehmen. Auch die Wirtschaftskammer erklärte die Entwicklung der Erdgeschosszone zum Schwerpunkt: Die Studie zur Die Betriebe der ethnischen Wirtschaft werden von manchen BezirkspolitikerInnen als verbesserungsbedürftige Straßenlokale gesehen, deren Kundschaft nicht der gepflegten Mittelschicht angehört. Es geht zum Teil soweit, dass die Straßenzüge, in denen die ethnischen Geschäftslokale konzentriert sind, als problematischer angesehen werden als reihenweiser, konzentrierter Leerstand.

Nicht nur die Betriebe der ethnischen Wirtschaft, die im Bereich der Nahversorgung zunehmend eine wichtige Rolle spielen, bleiben über die Möglichkeiten der öffentlichen Unterstützungen oder sonstige Sachkenntnisse uninformiert, die oben angeführten Anforderungen vor allem an die Wirtschafts-förderungsorganisationen betreffen eigentlich alle Klein(st)betriebe der lokalen Wirtschaft.

Mehr Kapazitäten für den direkten Kontakt mit Betroffenen und Interessierten und mehr lokale Präsenz der betreuenden Organisationen werden in den Zielgebieten der Wiener Stadterneuerung zunehmend wichtig. Wie schon erwähnt, erreicht eine Präsenz an Ort und Stelle mehr Betriebe und Gründungsinteressierte. Schulungen oder Veranstaltungen, die zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, sind auf der lokalen Ebene – in der Nachbarschaft – effektiver.