EG-NUTZER

CHECK LISTE BEI NEUER NUTZUNG (Bestandsanalyse)

Die Checkliste zu Bauschäden, technischem Erneuerungsbedarf und Sanierungsmethoden ist wie folgt:

  • Räumliches Nutzungspotenzial;
  • baupolizeiliche u. rechtliche Rahmenbedingungen für eine (Neu-)Nutzung;
  • Bausubstanzüberprüfung und Messung des Objektes: Feuchtigkeit, Salzbelastung der Wände, Böden und Decken;
  • Messung des Raumklimas: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt, Zustand;
  • Material und Größe der Öffnungen (Fenster und Türen) und Tageslichtqualität,
  • Aufenthaltsflächen/Nutzflächen, Raumaufteilung und Zugang (Breite, Neigung,
  • Barrierefreiheit);
  • Konstruktive Eigenschaften u.a. Mauerstärke;
  • Konsistenz der Baumaterialien (handgemachte Ziegel, zementarmer Fugenmörtel, etc.);
  • Tragwerk (bestehend aus tragendem Mauerwerk, Zwischenwänden, Holz- oder Stahlträgern);
  • Feststellungen der Feuchtigkeitsquelle (Farbe, Homogenität und Lage der Flecken);
  • Lage des Gebäudes in Blockrandbebauung in Verbindung mit unversiegelten
  • Außenflächen (Verdunstungsmöglichkeit) und Grünflächen (verringert Abwassermengen und Feuchtigkeit in der Erde),  geologische Eigenschaften;
  • Untergrund des Hauses (Grundwasserniveau, Geländehöhe und -neigung);
  • Feststellung der ursprünglichen Nutzung/en (chemische und physische Belastungen wie Säure durch Urin;
  • Schäden durch undichte Kanalisation;
  • Belastung durch Spritzwasser oder Regen, durch ehemalige Nutzung (zB Lager oder Werkstatt);
  • Klärung der aktuellen Widmung bei der Behörde zur Feststellung der legalen Nutzungsmöglichkeiten;
  • Energieausweis : U-Wert und Schätzung des Energieverbrauchs bei einer Zimmertemperatur von 20 Grad bei Tag und bei Nacht;
  • Feststellung des Bedarfs an Wärmedämmung (Material, Stärke, Art);
  • Grobkostenschätzung für Sanierung;
  • Beschaffenheit des Bodens (Stampferde oder Beton, begradigt oder nicht)
  • Kontrolle der Elektro- und Wasserleitungen sowie Kaminanschluss (häufig nicht vorhanden)
  • Salzablagerungen und Schimmelbildung an den Wänden

Im Bereich der Immobilienentwicklung, bei Kauf oder Anmietung von Erdgeschossräumen bekamen folgende Punkte Gewicht: Eigentümerverhältnisse, aktuelle Widmung, Parifizierung bzw. Gründung des Wohnungseigentums. (Für die  Nutzungen ‚Nicht-Wohnzwecken‘ gibt es in diesem Zusammenhang einige Restriktionen.)

Auch die Bebauungspläne (Wohn- oder Geschäftsviertel oder Schutzzone) bestimmen die Nutzungsart der bestehenden EG-Lokale bei einer Widmungsänderung.