Arbeitsplatz-/ Betriebsanlagen

Anforderungen an Arbeitsräumen:

 * Interviewergebnis mit  der Rechtsabteilung der Wirtschaftskammer Wien

Eingang eines Arbeitsraumes/Gewerbe muss frei zugänglich sein, z.B. von der Strasse, durch dem Stiegenhaus oder vom Hof, jedoch nicht durch eine andere Wohnung oder durch ein Gewerbelokal.

 –       Die Gänge oder Stiegenabläufe zum Eingang müssen mindestens 80 cm Breit sein.[1] (BO schreibt 120 cm vor) (Ausnahmen bei kleineren Häusern: 100 cm für EG-Zone mit direkten Zugang möglich)

 –       Mindestraumhöhe, wo es körperlich gearbeitet wird ist 3,00m. (2,80 m ist unter bestimmen Voraussetzungen). In Arbeitsräumen, in denen nicht körperlich gearbeitet wird, reicht 2,50 Raumhöhe aus.

 –       Tageslichteintritt ist mindestens eine Glasfläche, die mind.10% der Bodenfläche ausmacht. (Wie OIB-Richtlinien 3 – bzw. in der Bauordnung Wien)

 –       Mindestens % 5 der Bodenfläche eines Arbietsräumes sollte eine Fassadenöffnung als Sichtverbindung nach Außen dienen.

 –       Die letzte aktuelle Widmung, die von den Unterlagen bzw. Plänen der Baupolizei hervorgeht, gilt noch heute, wenn sie auch schon 100 Jahre alt ist. Das Werkstatt’, jene Widmung, die oft von Erdgeschossen und Souterrainräumen vom Hoftraktgewesen ist, lässt sich für andere Widmungen wie Lager, Büro etc. ohne behördliche Abwicklung – nutzen. Aber Umgekehrt ist nicht so einfach. Ein Werkstatt hat die höchsten Anforderungen unter den gängigen Widmungen, die in der Erdgeschosszone vorkommen.

  •  Räumlicher Bedarf:

 –      Ab einem Mitarbeiter (bis 15 MA) mindestens ein WC-Raum.

 –      Ab 15 Mitarbeiter muss die Eingangstür sich nach Außen öffnen lassen.

 –      Wenn mehrere Mitarbeiter vorhanden sind, eine Garderobe und Pausenraum sind nötig.

  • PKW-Abstellplatzpficht:

 Bei bestehenden Widmungenund nicht geänderten Aufenthaltsflächengröße besteht keine Verpflichtung. Bei Widmungsänderungen ist jedoch für je angefangenen 100 m2 einen Pflichtstellplatznachweis laut BO vorgeschrieben.

 Stellplätze mussen mindestens 2 m. Abstand zu Aufenthalstsräumen haben. (Wr. Garagestezt)[2]

  • Betriebsanlagengenehmigung bei Emmissionen:

 Die Anrainer dürfen nicht mit Emmissionen (Lärm/Staub/Gerch/Strahlung) belastet werden. Falls ein Unternehmen Emmissionen erzeugt, muss durch die Behörde für Betriebsanlagengenehmigung des Bezirksamtes kontrolliert und genehmigt werden.[3]

Bei lärm erzeugender Nutzungen wie Gastronomie oder Werkstätte müssen Anrainer geschützt werden.

  •  Wer braucht eine Betriebsanlagengenehmigung?

„Genehmigungspflichtig sind alle Betriebsanlagen, von denen eine der folgenden Auswirkungen ausgehen kann:

–        Belästigung der Nachbarn durch Emission wie z.B. Lärm, Geruch, Staub, Erschütterungen

–        Gefahren für Betriebsinhaber, Kunden, Gäste und Nachbarn

–        Gefahren für das Eigentum der Nachbarn

–        Verschmutzung von Gewässern (Grundwasser)

–        Beeinträchtigung des öffentlichen Verkehrs (z.B. durch Lieferantenzu- und –abfahrt)

–       Störung der Religionsausübung, des Schulunterrichtes oder einer Kur- und Krankenanstalt.“ [4]

  • Lüftung:

 Eine mechanische Lüftung durch einen öffenbare Fenster zur Strasse oder zum Hof wird empfohlen/verlangt.

Bei Lärm mus man die Schallübertragung durch Schallgedämpfte ventilatoren etc. verhindern.

Gastronomiebetribe sollen i.R. eine Lüftungsanlage besitzen, damit die Schallübertragung durch eine Fensterlüftung (in der Nacht) nicht zustande kommt. Auch die Geruchsbelastung für Anrainer sollte dadurch gehindert werden.

  • Heizung:

 Der Arbeitsraum darf im Winter mindestens 18 °C haben. Eine (wenn auch sehr einfache) Heizung genügt. (Z.B. auch eine elektrische Radiator)

Hier sind Ausschnitte aus den OIB-Richtlinien, die Belichtung, Belüftung und Heizung betreffen:

 Hier sind die OIB-Richtlinien, die Heizung der Aufenthaltsräume betreffen:

 „10 Lüftung und Beheizung                                                                                                                                  

10.1 Lüftung

10.1.1Aufenthaltsräume und Sanitärräume müssen durch unmittelbar ins Freie führende Fenster ausreichend gelüftet werden können. Davon kann ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn eine mechanische Lüftung vorgesehen ist, die eine für den Verwendungszweck ausreichende Luftwechselrate zulässt.

10.1.2 In Räumen, deren Verwendungszweck eine erhebliche Erhöhung der Luftfeuchtigkeit erwarten lässt (insbesondere in Küchen, Bäder, Nassräume etc.), ist die natürliche oder mechanische Be-oder Entlüftung so einzurichten, dass eine zu Schäden führende Wasserdampfkondensation verhindert wird. (…)

10.2 Beheizung

Aufenthaltsräume und Bäder müssen derart beheizbar sein, dass eine für den Verwendungszweck ausreichende Raumtemperatur erreicht werden kann. Ausgenommen davon sind Aufenthaltsräume, deren Verwendungszweck eine Beheizung ausschließt, oder die nicht für eine Benutzung in der Heizperiode gedacht sind.“ [5]

QUELLENANGABEN UND LINKS:

[1] www.bauordnungen.at/oesterreich/oib/oib_richtlinie4_paragraph_2.php

[2] www.wien.gv.at/recht/landesrecht-wien/rechtsvorschriften/html/b1000000.htm

[3] Betriebsanlagengenehmigung des Bezirks bei Emmissionen:

www.wko.at/Content.Node/Service/Umwelt-und-Energie/Betriebsanlagen/Anlagengenehmigungen/Grundsaetze_zur_Betriebsanlagengenehmigung.html#

[4] www.gruenderservice.at/Content.Node/nachfolgen/Publikationen/Merkblaetter/Betriebsanlagengenehmigung.pdf

[5] OIB RICHTLINIE 3: www.bauordnung.at/oesterreich/oib_richtlinie3.php

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